Gebäude unter Denkmalschutz
10.03.2021

Wer wert auf Kulturgut legt und sich an traditionellen Bauwerken erfreut, der zieht vielleicht den Kauf einer denkmalgeschützten Immobilie in Betracht. Es steht außer Frage, dass mit dem Kauf eines solchen Gebäudes oder einer Wohnung in einem denkmalgeschützten Gebäude etwas Einzigartiges erworben wird. Mit dem Denkmalschutz gehen jedoch einige Verpflichtungen für den Eigentümer einher.

Grundlegendes zu denkmalgeschützten Immobilien

In Österreich gibt es über 38.000 geschützte Denkmale. Dabei handelt es sich nicht immer um Häuser oder Kirchen, sondern zum Teil auch um Bildstöcke, Straßenpflaster oder Torbögen. Natürlich befinden sich darunter auch viele Wohnhäuser, Bauernhäuser, Schlösser oder Burgen. Wer in Erwägung zieht ein denkmalgeschütztes Bauwerk zu kaufen oder bereits im Besitz dessen ist, sollte sich gut darüber informieren, welche Verpflichtungen man erfüllen muss und was zu beachten ist, wenn man eine Renovierung oder irgendeine Form von Veränderung am Bauwerk vornehmen möchte. Das Bundesdenkmalamt ist der zuständige Ansprechpartner, wenn es um Fragen rund um den Denkmalschutz geht. Jedenfalls aber besteht bei einem Denkmal Erhaltungspflicht, was bedeutet, dass Instandhaltungsmaßnahmen durchgeführt werden müssen, sofern diese in einem zumutbaren Ausmaß möglich sind. Bei allen Reparatur- und Instandhaltungsmaßnahmen müssen zuvor Genehmigungen beim Bundesdenkmalamt eingeholt werden. Werden Veränderungen ohne vorher eingeholte Genehmigung durchgeführt, kann dies hohe Strafen nach sich ziehen.

Instandhaltungsmaßnahmen

Alle Baumaßnahmen müssen sich auf das Notwendigste beschränken und sollen primär nicht einer Erneuerung, sondern einer Reparatur oder Instandhaltung dienen. Maßnahmen sollten mit historischen Materialien und Techniken durchgeführt werden. Es ist jedoch zu beachten, dass der Erhalt eines historischen Bauwerks im Interesse aller Beteiligten liegt und das Bundesdenkmalamt stets bemüht ist, gemeinsam mit dem Eigentümer eine Lösung zu finden. Zudem können Förderungen vergeben werden, sollten Spezialmaßnahmen durch die Auflagen des Denkmalschutzes notwendig werden. Während Photovoltaik-Anlagen auf dem Dach bei einem denkmalgeschützten Gebäude eher weniger in Frage kommen, kann die Nutzung einer Erdwärme-Pumpe durchaus auch gefördert werden.

Neben des ganz besonderen Wohnerlebnisses, welches man in einem historischen Bauwerk erleben darf, besteht ein weiterer Vorteil darin, dass meist auch umliegende Gebäude geschützt sind und daher ein Aussicht versperrender Zubau dieser keine Gefahr birgt.

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