Holzschutzgerechtes Detaillieren
25.10.2021

In Anbetracht einiger weniger Grundlagen wird die Lebensdauer des von außen verbauten Holzes gesteigert. In diesem Artikel wollen wir auf verschiedene Maßnahmen eingehen, welche Ihr Holz vor verschiedenen Schäden bewahren können.

Der Bau ist üblicherweise ein Kampf mit dem Wasser. Wenn eine rasche Ausführung stattfindet, wird der Einfluss des Wassers auf die Materialien verringert. Besonders das Ableiten von tropfendem Wasser sollte ermöglicht werden. Beim Bau sollten auch horizontale Flächen oder Nassecken vermieden werden, auf welchen das Wasser verbleiben kann. Abdeckungen aus Blech können vorgesehen werden bzw. gefährdete Stellen sind mit dauerelastischen Flugenmassen zu versiegeln. Beispielsweise kann das Wasser durch Abreißkanten oder Tropfnasen leichter vom Holz abgeleitet werden.

Die Kapillarwirkung kann das Wasser gegen die Schwerkraft zurückhalten oder sogar in die Höhe transportieren. Sie tritt bei Öffnungen bis zu 0,5 mm Breite auf, weshalb die Fugen demnach genügend breit ausgebildet werden müssen. Man sollte auch verhindern, dass sich die Hölzer direkt berühren. Durch das Einlegen von Distanzscheiben aus Gummi oder Stahl kann man verhindern, dass sich elastische Materialien „fugenlos“ an die Holzoberfläche anschmiegen.

Das Spritzwasser kann auf Stützen mindestens 20 cm hoch vom Boden aufständern, weshalb die Fußdetails besonders sorgfältig ausgebildet werden sollten. Es sollte keine überstehenden Teile zugelassen, glatte Ablaufflächen mit Tropfkanten versehen und Schlitze für Bleche mit eingeleimten Leisten geschlossen werden.

Für Hirnholzflächen wird ein besonderer Schutz empfohlen.

Sorgfältige Ausbindungen von Verbindungstellen werden empfohlen. Jeder freiliegende Nagelkopf kann zu einer potenziellen Faulstellen werden. Wir empfehlen statt Nägel, Schrauben zu verbohren oder nur verdeckt zu nageln. Bei Schrauben oder Bolzen, welche nicht abgedeckt werden können, sollte rostfreier Stahl verwendet werden. Zudem sollte man bei der Montage von Verbindungsmitteln aufpassen, da die Verzinkung leicht verletzt werden kann.

Wenn Bolzen mit Unterlassungsscheiben verwendet werden, kann sich hinter der Unterlassungsscheibe Wasser ansammeln. Als Abdichtung sollte demnach eine Hartgummischeibe unterlegt werden. Noch besser ist das Versenken und Abdecken der Bolzen. Wir empfehlen auch die Faserrichtung und den Feuchtegehalt der Abdeckung zu beachten. Holzteile müssen auf eine Art und Weise befestigt werden, damit genügend Spielraum verbleibt. Schalungsbretter sind jeweils nur mit einem Verbindungsmittel zu befestigen und für Nut und Feder muss genügend Platz belassen werden. Querschnitte sind so einzubauen, dass die rissgefährdete Oberblache innen liegt. Wenn möglich, empfehlen wir primär mit Entlastungsnuten zu arbeiten.

Je nach Projekt kann Sie ein Tischler oder Zimmerer über die korrekte Holzverbindung für die jeweilige Konstruktion am besten vor Ort beraten. Nutzen Sie den Baukostenrechner um nähere Informationen zu den Kosten und Preisen in der Baubranche zu erhalten.

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