Wie wählt man die richtige Pflasterung?

Wie wählt man die richtige Pflasterung?

17.01.2022

Die Wahl der richtigen Pflasterung ist nicht so einfach wie man annehmen würde. Man hat vielleicht das Material schneller gewählt als die Größe der Pflastersteine oder das Verlegemuster. In diesem Artikel gehen wir auf einige Möglichkeiten ein, welche speziell für den eigenen Garten in Frage kommen und welchen Einfluss diese auf den Arbeitsaufwand und den Preis haben können.

Prinzipiell versteht man unter der Pflasterung das Einbetten von Pflastersteinen oder Betonsteinen in den Boden ohne eine Verwendung von Mörtel oder Beton zur Verfestigung. Die Pflastersteine liegen im Freien im Gefälle auf einem kapillarbrechenden Unterbau aus Schotter und einer Sandunterlage. Üblicherweise sollte eine Rollierung aus einem Schotter von mindestens 10 bis 15 cm unter die Pflasterung verlegt worden sein. Sie können einige Informationen zum Frostkoffer in unserem Artikel Wie tief sollte der Frostkoffer sein? nachlesen. Die Sandschicht ist üblicherweise zwischen 3 und 5 cm stark, gefolgt von den Pflastersteinen. Je nach Verwendung bzw. Einsatzbereich empfehlen wir den Unterbau mit den Handwerkern vor Ort zu besprechen und eventuell einen tieferen Frostkoffer als hier erwähnt verlegen zu lassen. Wie noch erklärt wird, ist der Unterboden für die Pflasterung von großer Bedeutung.

Arten von Pflastersteinen

Ziegelpflaster

Ein Flachschichtpflaster ist 6,5 cm hoch und eignet sich bei geringer Beanspruchung auch für einen Kellerfußboden, für die Terrasse oder für Gartenwege. Wenn Sie Flachschichtpflaster verwenden wollen, empfehlen wir im Freien frostbeständige Hartbrandziegel oder Klinker zu verwenden. Überdies ist im Freien ein Gefälle notwendig, welche normalerweise bei Wegen in Querrichtung verlegt werden.

Natursteinpflaster

Katzenköpfe haben Abmessungen von 12x12x12 cm bis 16x16x16 cm. Steine aus Granit, Basalt, Diorit usw. werden üblicherweise auf einer 20 cm starken Rollierung in eine 6 cm Sandschichte verlegt.

Kleinsteinpflaster haben Abmessungen von 8x8x8 cm bis 10x10x10 cm und werden in eine 3 bis 5 cm starke Sandschichte verlegt.

Betonpflastersteine

Betonpflastersteine sind in einfacher Quadratform oder als Verbundsteine in unterschiedlichen Abmessungen und Formen erhältlich. Verbundsteine erweisen sich durch die Verzahnung als besonders robust bei rollender Belastung. Abhängig von der Belastung sind die Betonpflastersteine zwischen 5 und 10 cm und werden in ein Sandbett oder Mörtelbett verlegt.

Rasensteine

Gittersteine ermöglichen es einen grünen und gleichzeitig befahrbaren Untergrund zu haben. Sie eignen sich für Einfahrten, Garagenvorplätze, Parkplätze usw. Der Aufbau für die Rasensteine ist jedoch etwas anders, da ein Sandbett gelegt und mit trockenem Humus bis ca. 3 cm unter Steinoberkante ausgeführt werden muss, auf welchem man das Gras aussät. Üblicherweise ist für einen befahrbaren Untergrund ein dickerer Frostkoffer notwendig, obwohl Ausführungen mit 10 bis 15 cm angeboten werden. Über der Tragschichte wird eine Sandausgleichsschicht und die Rasensteine verlegt, welche ca. 12 cm hoch sind.

Plattenbeläge

Gehwegplatten aus Beton sind sowohl in quadratischer als auch rechteckiger Form erhältlich. Diese Art von Platten haben in begehbarer Form eine Rollierung, die verdichtet worden ist und ein 5 cm dickes Sandbett oder Mörtelbett. Die Platten selbst sind ca. 5 cm dick. Wenn die Platten befahrbar sein müssen, ist eine Rollierung von 10 bis 20 cm verdichtet notwendig, gefolgt von einer Kiesfeinplanie von 6 bis 8 cm, auf welche ein Sandbett (5 cm) und die Platten folgen. Alternativ kann über die Rollierung auch eine PVC-Folie und ein Unterbeton von 15 cm Stärke verlegt worden sein. Darüber wird das 5 cm dicke Mörtelbett verlegt.

Muster

Es gibt unterschiedliche Musterlösungen für das Verlegen von den oben genannten Steinen. Die Muster der Verlegung werden jedoch von den Pflasterern an die Wünsche des Kunden angepasst. Wir empfehlen deshalb die möglichen Muster mit dem Handwerker vor Ort zu besprechen. Es ist auch hilfreich, wenn Sie nach einem passenden Bild mit dem gewünschten Muster suchen, damit Sie dieses beispielhaft dem Handwerker vorlegen können. Die Kosten für das Verlegen steigen zwar mit sehr komplexen Mustern, jedoch ist dieser Kostenanstieg gering verglichen mit dem Mehraufwand der Pflasterung mit Steinen mit kleinen Abmessungen. Desto größer die Abmessungen der Pflastersteine sind, desto leichter und schneller kann ein Pflasterer üblicherweise größere Flächen pflastern. Es empfiehlt sich für preisbewusste Häuselbauer daher mehr auf die Größe der Pflastersteine zu achten als auf das Muster selbst.

Auf was sollte man achten?

Sehr wichtig für die Pflasterung und die Haltbarkeit der Pflasterung ist der Unterboden. Dieser muss entsprechend hochwertig vorbereitet sein. Typischerweise entstehen Schäden oder Unebenheiten da der Unterboden nicht den Anforderungen entspricht. Abhängig von der Materialwahl kann es notwendig sein den Unterboden unterschiedlich vorzubereiten. Wir empfehlen, dass der Frostkoffer mindestens 10 bis 20 cm stark ist. Wenn durch den Frostkoffer bereits Unkraut durchwächst, ist dies ein Anzeichen, dass der Unterboden eventuell erneuert werden muss.

Die Pflastersteine selbst werden selten beschädigt und können auch größeren Belastungen lang standhalten, wenn der Unterboden hochwertig ausgeführt wurde und das Wasser korrekt von den Pflastersteinen abfließen kann.

Nutzen Sie unseren Baukostenrechner für die Pflasterung, wenn Sie nähere Informationen zu den möglichen Preisen für Ihr Bauvorhaben suchen.

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